Das Saarpolygon in Ensdorf

Du interessierst dich für Industriekultur? Seit 2016 steht das Saarpolygon auf der Bergehalde Duhamel in Ensdorf – ein echter Besuchermagnet.

Entstehung

Der aus dem Griechischen stammende Begriff „Polygon“ bedeutet ein nicht näher definiertes Vieleck. Diese Bezeichnung trägt auch eine spezielle Art des untertägigen Streckenbaus. Das Saarpolygon soll somit an den saarländischen, traditionsreichen Steinkohlebergbau erinnern, der 2012 zu Ende gegangenen ist. Somit verfolgt es dasselbe Ziel wie der Erlebnisort Landsweiler-Reden.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten wurde im Gebiet des heutigen Saarlandes Steinkohle gefördert. Diese Branche sicherte zeitweise die meisten Arbeitsplätze in der ganzen Region. Viele Saarländer identifizieren sich deswegen wesentlich mit der Geschichte des Steinkohlebergbaus.

Der Mond scheint genau durch die Öffnung des Saarpolygons.
Perspektive, aus der das Saarpolygon wie ein Dreieck aussieht.

Eckdaten des Saarpolygons

Die 1.500 Tonnen schwere Großskulptur ist 27,55 Meter hoch und besteht aus Stahl. Das Denkmal ist übrigens von beiden Seiten über 132 Stufen, die zu der 25 Meter hohen Aussichtsplattform führen, begehbar.

Besichtige diese besondere Großskulptur und genieße die tolle Aussicht von der begehbaren Brücke!

Die Bergehalde hat zwei unterschiedliche Aufstiege. Der „normale“ Aufstieg ist für jeden Fußgänger ein angenehmer Spaziergang. Der zweite Weg ist hingegen etwas steiler und nur für Leute zu empfehlen, die über eine gute körperliche Verfassung verfügen und keine Probleme damit haben, einen unebenen steilen Weg zu erklimmen.

Gastronomie

Leider gibt es direkt vor Ort keine Gastronomie, aber ein Picknick mit der Familie oder Freunden kann den Ausflug abrunden. Wer sich spontan zum Saarpolygon aufmacht, kann sich im Saarland an diversen Essensautomaten mit Proviant wie Baguette und Wurst versorgen.

Ein leerer Picknick-Tisch auf der Halde Ensheim
Saarpolygon vor einem Sonnenuntergang

Der saarländische Steinkohleabbau

Im Juni des Jahres 2012 endet, wie bereits gesagt, ein prägendes Kapitel in der Geschichte des Saarlandes: das Bergwerk Saar wird geschlossen. Die Geschichte der Steinkohleförderung geht bis in die keltische Zeit zurück. Vor allem ab der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wird der Steinkohleabbau zum Grundpfeiler der Wirtschaft und des Wohlstandes im Saarland. Rund 3.200 Personen waren im Bergwerk Saar beschäftigt.

Was sagen die Leute?

Schon oft hatte ich das Saarpolygon auf diversen Bildern oder beim Autofahren aus verschiedenen Perspektiven gesehen. Dieses interessante Konstrukt wollte ich auf jeden Fall einmal aus der Nähe betrachten.

Ich selbst war mal vor mehreren Jahren auf der Bergehalde, doch gleich bei der Ankunft merkte ich, dass sich hier schon einiges verändert hat. Alles wirkte irgendwie gepflegter (nicht, dass es davor ungepflegt gewesen wäre). Oben war auf einmal keine normale Wiese mehr. Alles wurde mit verdichtetem Bergmaterial ebenmäßig gemacht, die Bänke standen nicht mehr einfach nur so da zum Entspannen. Jetzt sind diese gezielt so platziert, dass man die beste Aussicht entspannt genießen kann.

Das Polygon sah für mich von Nahem fast noch beeindruckender aus als aus der Ferne. Die ständig wechselnde Form beim Rundgang hat etwas Faszinierendes. Besonders toll finde ich, dass das Polygon begehbar ist. Eine schöne Geste ist es in diesem Zusammenhang, dass jede Stufe von diversen Spendern finanziert wurde und diese auf „ihrer“ Stufe vermerkt wurden. Von oben aus war der Ausblick gut, leider etwas verschleiert – was allerdings am Wetter lag (November 2017). Ebenfalls zog es an dem Tag dort oben so extrem, dass es sich leider nicht allzu lange aushalten ließ.

Das Saarpolygon würde ich gerne nochmal besuchen – nur dann bei wärmeren Temperaturen und gerne auch bei Sonnenschein, um dann den Ausblick richtig wahrnehmen zu können.

Außerdem suggeriert mir das „gepflegte“ Erscheinungsbild, wie wichtig dieses Denkmal für die Saarregion auf der höchsten Bergehalde des Saarlandes ist:

Ein Denkmal für die prägende Vergangenheit – in futuristischem Stil für die Zukunft.

Chantale L.

Nahaufnahme eines Stahl-Stempels des Saarpolygons
Beleuchtete Aussichtsplattform des Saarpolygons mit Bänken und Richtungsschildern
Befestigte Wege aus Schutt führen hinauf zum Aussichtspunkt.

Das Saarpolygon aus der Luft

Öffnungszeiten

Täglich von 8:00 – 18:00 Uhr.

Preise

Der Eintritt ist frei. (Spende vor Ort erbeten)

Hier erfährst Du mehr

BergbauErbeSaar e.V.
Provinzialstraße 1
66806 Ensdorf

Tel.: +49 6831 7693710
Fax: +49 6831 7693711
E-Mail: geschaeftsstelle@bergbauerbesaar.de

Hier geht es zur Website.

Hier geht es zur Facebook-Seite.

Parken
Starenweg 4-6
66806 Ensdorf